Neurodermitis

Neurodermitis, auch atopische Dermatitis oder endogenes Ekzem genannt, ist eine nicht infektiöse, chronische Hauterkrankung. Erscheinungsform sind Ekzeme auf der Haut, die nässen, schuppen und einen Juckreiz hervorrufen.

Neurodermitis ist vor allem in Industrieländer verbreitet. Hier sind 5 bis 20 Prozent der Kinder und 4 Prozent der Erwachsenen betroffen. In den meisten Fällen tritt die Erkrankung bis zum fünften Lebensjahr auf und verschwindet bis zur Pubertät gänzlich.
Hauptkriterien für eine sichere Diagnose sind das optische Erscheinungsbild der Haut und das Auftreten von Juckreiz.

Die Ursache für atopische Dermatitis ist nicht zweifelsfrei geklärt. Vermutet wird ein Wechselspiel aus Vererbung und Umwelteinflüssen. Die Symptome hingegen sind klar definiert: Gestörter Säureschutzmantel der Haut führt zu einer Austrocknung und Steigerung der Anfälligkeit. Außerdem ist die Haut Berührungsempfindlich und juckt stark. Der Juckreiz findet nachts seinen Höhepunkt. Bei übermäßiger Beanspruchung der Haut kommt es zu Ekzemen.

Die Krankheit verläuft Schubweise. An welchen Körperstellen und in welchem Umfang sie auftritt ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Klare Auslöser für das Auftreten oder Verschwinden eines Schubs sind oft nicht zu erkennen. Vermutet werden vor allem psychische Faktoren.

Eine Neurodermitis kann durch verschiedene Herangehensweisen behandelt werden.
Für die äußere Anwendung gibt es eine Vielzahl an Salben mit den Wirkstoffen Harnstoff, Nachtkerzenöl, Dexpanthenol oder Zink. Sie Regulieren die Trockenheit und den Säureschutzmantel. Kortisonpräparate sollen Entzündungen der Haut vorbeugen oder behandeln.
Um den Juckreiz zu lindern empfehlen sich warme und kalte Umschläg oder Antihisaminika in Form von Tabletten.

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