Wechselwirkungen
Wechselwirkungen
Was versteht man unter dem Begriff der Wechselwirkungen? Dies sind Wirkungen die bei der gleichzeitigen Einnahme mehrerer und verschiedener Medikamente auftreten können. Dabei kann die erwünschte Wirkung des Produktes hierdurch verstärkt, geschwächt oder aufgehoben werden. Außerdem können die meist negativ besetzten Nebenwirkungen auftreten.
Da kein Arzt alle 5000 Wechselwirkungen der Arzneimittel im Kopf haben kann, gibt es Fachinformationen wie beispielsweise die Summary of Product Characteristics oder auch die Rote Liste.
Oftmals sind die Wechselwirkungen von Arzneimitteln unterschätzt. Zu Unrecht.
Da man von Zeit zu Zeit mehrere verschiedene Medikamente zur selben Zeit einnehmen muss, können Wechselwirkungen entstehen.
Beispielsweise könnte man z.B. bei einer Mandelentzündung zwei Medikamente verschrieben bekommen, ein Antibiotika sowie ein Schmerzmittel.
Oder man leidet unter zwei verschiedenen Krankheiten zur selben Zeit. Der Arzt verschreibt Ihnen unterschiedliche Medikamente, die zur Bekämpfung der Krankheiten eingesetzt werden.
Wenn sich nun beide Medikamente gegenseitig beeinflussen, dann spricht man von einer Wechselwirkung oder in Fachkreisen auch von einer Medikamenten Interaktion.
Die meisten Arzneimittel gelangen zuerst in die Blutbahn, werden dann nach und nach in der Leber mithilfe von Enzymen abgebaut und anschließend in kleineren Bestandteilen wieder ausgeschieden.
Bei Wechselwirkungen können 2 Fälle auftreten. Erstens: ein gehemmter Abbau, zweitens ein zu schneller Abbau. Beim gehemmten Abbau kann Medikament A das Enzym, welches für den Abbau des Medikamentes B verantwortlich ist, hemmen, dadurch kann Medikament B in einer höheren Konzentration im Blut vorliegen als gewünscht. Hierdurch wird die Wirkung von Medikament B verstärkt bzw. verlängert. Dies kann im schlimmsten Falle zu einer Vergiftung führen.
Bei einem zu schnellen Abbau könnte Medikament A die Menge der Enzyme, welche für den Abbau von Medikament B verantwortlich sind, erhöhen, dadurch wird Medikament B schneller im Blut abgebaut, die Wirkung von Medikament B wird geschwächt oder kommt gar nicht zum Einsatz.






