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Nahrungsergänzungsmittel
Was versteht man unter dem Begriff der Nahrungsergänzungsmittel? Nahrungsergänzungsmittel beschreiben Pillen, Kapseln und Tabletten. Sie sind damit den obligatorischen Arzneimitteln allein vom Aussehen her zum Verwechseln ähnlich. Auch bei den Inhaltsstoffen kann man teilweise eine Ähnlichkeit feststellen. Unterschiede sind selbst für Fachleute oft nicht so einfach zu erkennen.
Die Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln werben immer mit einer angeblichen Natürlichkeit oder Unbedenklichkeit in der Anwendung. Allerdings zeigten Studien in den letzten Jahren dass Nahrungsergänzungsmittel nicht immer harmlos sein müssen. Man führte Studien mit mehreren tausend Teilnehmern durch, bei denen über einen längeren Zeitraum Beobachtungen durchgeführt wurden. Hierbei fanden die Forscher einige Gesundheitsrisiken beim Einnehmen von isolierten Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen.
Beispielsweise kann die langfristige Einnahme der Vitamine A, E sowie Beta-Carotin einzeln oder in einer Kombination die Sterblichkeit steigern. Eine langfristige und hohe Einnahme des Vitamins A kann das Risiko steigern, an osteoporotischen Hüftfrakturen zu erkranken, dies vor allem bei Frauen.
Weiterhin können hochdosierte Einnahmen von Vitamin C bei empfindlichen Personen die Ausscheidung von Oxalsäure im Urin ankurbeln und somit ein höheres Risiko erzeugen, an Nierensteinbildung zu erkranken. Dosen des Vitamins C über 500mg pro Tag haben einen gegenteiligen Effekt auf den Körper, es wurden zellschädigende Effekte beobachtet. Wenden Raucher längerfristig Beta-Carotin an, so kann sich das Lungenkrebsrisiko erhöhen. Eine längerfristige und zu hohe Aufnahme von Eisen kann das Risiko steigern, an Herz-Kreis-lauf- oder Krebserkrankungen zu erkranken.
Nimmt der Körper zu viel Mangan auf, können Nebenwirkungen auftreten. Führt man dem Körper über einen längeren Zeitraum zu viel Zink zu, so kann dies Veränderungen und Anämien an den Blutzellen hervorrufen. Ein täglicher Konsum von sogenannten Multivitaminkapseln könnte das Risiko einer Prostata-Krebserkrankung steigern. Weiterhin ist eine erhöhte Einnahme von Kalzium (1000mg pro Tag) bei gesunden Frauen in der Menopause ein Risikofaktor, um an Herzinfarkten zu erkranken.
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