Herpes
Herpes
Unter Herpes versteht man eine Viruserkrankung, welche durch den sogenannten Herpes-simplex-Virus entsteht.
Hierbei bilden sich an den befallenen Körperteilen kleine und nässende Bläschen. Sie und die umliegenden Stellen sind zumeist empfindlich, juckend und schmerzend.
Im Normalfall verheilen diese Blasen ohne Narben, allerdings wird die Erkrankung, wenn sie bereits einmal ausbrach, immer wieder kommen. Das Virus wird ein Leben lang den Erkrankten plagen. Im Volksmund bezeichnet man die Herpessymptome auch als Fieberbläschen.
Dabei gibt es allerdings zwei Typen des Herpes simplex Virus, der Typ 1 ist der beschränkt auf den Raum von Mund und Lippen. Dieser Typ ist der bekanntere von beiden. HSV Typ 2 ist eher unbekannt und betrifft vor allem die Geschlechtsteile.
Allerdings können beide Typen auch die Schleimhäute, das Nervensystem und die inneren Organe betreffen. Letzteres fällt allerdings eher selten aus.
Herpes ist eine Volkskrankheit. Dementsprechend hoch ist die Zahl der Betroffenen. Mehr als 90 Prozent aller deutschen Erwachsenen sind vom HSV Typ 1 befallen. Der Virus liegt ihnen im Blut. Beim HSV Typ 2 ist die Krankheit weniger weit verbreitet: nur 25% aller Erwachsenen sind betroffen.
Wer den Antikörper des Types 1 oder 2 in seinem Körper trägt, hatte bereits Kontakt mit dem Virus. Ein schwerer Krankheitsverlauf kommt eher selten vor.
Der Virus wird auf verschiedene Arten weitergegeben. Beispielsweise kann er über Tröpfcheninfektion weitergegeben werden, d.h. beim husten, niesen oder sprechen, sowie über direkten Kontakt, beispielsweise beim küssen, sowie durch Schmierinfektion, also beispielsweise über das gemeinsame Benutzen von Geschirr und Besteck, Trinkgläsern, etc.
Zumeist erfolgt die erste Infektion mit dem Virus bereits im Kindesalter zwischen 3 und 5 Jahren. Zwischen dem Zeitpunkt des Ansteckens und dem Ausbruch der Krankheit (der sog. Inkubationszeit) liegen zwischen 2 und 12 Tagen.
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